Haushaltsauflösung nach einem Todesfall in Essen

Die Wohnung steht noch genau so da, wie sie verlassen wurde. Im Kühlschrank steht die angebrochene Milch. Auf dem Tisch liegt die Post der letzten Tage, ungeöffnet. Die Brille liegt auf dem Nachttisch, daneben ein Buch mit einem Lesezeichen.

Sie stehen in dieser Wohnung und wissen nicht, wo Sie anfangen sollen. Das ist normal. Fast jeder, der eine geerbte Wohnung übernimmt, steht erst einmal genau so da.

Warum der erste Schritt der schwerste ist

Es ist nicht die Arbeit, die lähmt. Es ist alles andere.

Da ist die Angst, etwas Falsches wegzuwerfen. In einer Schublade könnte ein Sparbuch liegen. In einem Buch eine Urkunde. Hinter dem Schrank ein Bild, das mehr wert ist, als es aussieht. Wer räumt, ohne hinzuschauen, verliert Dinge, die sich nicht zurückholen lassen.

Da ist die Trauer. Jedes Möbelstück hat eine Geschichte. Der Sessel, in dem Ihr Vater immer saß. Die Tassen, aus denen Sie als Kind getrunken haben. Es ist etwas völlig anderes, diese Dinge in eine Kiste zu packen, als beim eigenen Umzug Geschirr einzuwickeln.

Da ist die Entfernung. Viele Erben wohnen nicht in Essen. Sie wohnen in Hamburg, in München, im Ausland. Jeder Termin bedeutet eine Fahrt, einen freien Tag, eine Übernachtung. Und meistens reicht ein Wochenende nicht.

Und da sind die Geschwister. Drei Leute, drei Meinungen, drei Terminkalender. Wer entscheidet, was mit dem Schrank passiert? Wer will die Uhr? Solche Fragen bremsen ganze Monate aus, obwohl niemand böse Absichten hat.

Sichtung vor Räumung – was zuerst passiert

Christian Gottschling mit dem Wohnungsschlüssel – Haushaltsauflösung nach einem Todesfall in Essen
Meist beginnt alles mit einem Schlüssel. Christian Gottschling übernimmt ihn, sichtet die Wohnung und hält fest, was da ist – bevor irgendetwas bewegt wird.

Bevor irgendetwas aus der Wohnung getragen wird, wird geschaut. Erst danach wird geräumt. Diese Reihenfolge ist nicht verhandelbar.

Jeder Raum wird fotografiert, bevor sich etwas verändert. Schränke, Schubladen, Keller, Dachboden, Garage. So entsteht ein Fotoprotokoll, das den Zustand festhält. Sie können später jederzeit nachsehen, wie es aussah.

Dann wird sortiert, was Wert hat. Schmuck, Uhren, Münzen, Bilder, Porzellan, Werkzeug, alte Möbel. Das kommt auf eine Wertliste, die Sie bekommen. Nichts verschwindet unbemerkt.

Persönliche Dinge werden gesondert gesichert. Fotoalben. Briefe. Tagebücher. Dokumente, Ausweise, Urkunden, Versicherungspolicen, Sparbücher, Testamente. Diese Sachen werden gesammelt, in Kisten gepackt und Ihnen übergeben. Sie werden niemals entsorgt, auch dann nicht, wenn sie auf den ersten Blick unwichtig wirken. Was damit passiert, entscheiden allein Sie – in Ruhe, zu Hause, wenn Sie so weit sind.

Sie müssen nicht dabei sein

Das ist für viele der wichtigste Punkt. Sie müssen nicht in der Wohnung stehen, während sie leergeräumt wird. Für manche ist das schlicht nicht auszuhalten. Für andere ist es einfach zu weit.

Es reicht, wenn ein Schlüssel übergeben wird. Alles Weitere läuft über Fotos und Absprache. Sie bekommen Bilder von dem, was gefunden wurde. Bei allem, was unklar ist, wird gefragt, bevor entschieden wird. Ein Anruf, eine Nachricht, ein Foto – das genügt meistens.

Wenn Sie dabei sein wollen, ist das selbstverständlich möglich. Viele kommen zur ersten Sichtung und übergeben danach. Beides ist in Ordnung. Sie entscheiden, wie nah Sie dran sein wollen.

Was mit dem Hausrat passiert

Nicht alles, was in der Wohnung steht, ist Müll. Und nicht alles ist Gold. Beides ehrlich zu trennen, gehört zur Arbeit dazu.

Was einen Wert hat, wird verwertet. Das kann den Aufwand der Räumung mindern. Was gut erhalten und brauchbar ist, geht an soziale Einrichtungen und Sozialkaufhäuser weiter, statt in den Container. Ein Sofa, das noch zehn Jahre hält, hilft anderswo jemandem.

Der Rest wird fachgerecht entsorgt und getrennt: Sperrmüll, Elektrogeräte, Farben, Chemikalien, Altpapier. Über die Entsorgung bekommen Sie Nachweise. Damit können Sie belegen, dass alles ordnungsgemäß gelaufen ist – auch gegenüber Miterben, die nicht dabei waren.

Wie es nach der Räumung weitergeht

Eine leere Wohnung ist noch keine verkaufsfertige Wohnung. Oft sind Wände vergilbt, Böden abgenutzt, das Bad ist alt. Was sich lohnt, wird hergerichtet. Was sich nicht lohnt, bleibt, wie es ist – auch das wird Ihnen offen gesagt.

Danach wird bewertet, was die Immobilie wirklich wert ist. Dann folgt der Verkauf. Alles bleibt in einer Hand: Sichtung, Räumung, Instandsetzung, Bewertung, Verkauf. Sie haben einen Ansprechpartner statt fünf.

Wichtig zu wissen: Eine leere Wohnung kostet weiter Geld. Das Hausgeld läuft weiter. Die Grundsteuer läuft weiter. Die Versicherungen laufen weiter. Die Grundheizung muss an bleiben, damit nichts einfriert oder schimmelt. Monat für Monat. Deshalb ist es meistens teurer, gar nichts zu tun, als anzufangen.

Häufige Fragen

Muss der Erbschein vorliegen, bevor geräumt werden darf?

Das hängt vom Einzelfall ab. Manchmal genügen andere Nachweise, etwa ein notarielles Testament mit Eröffnungsprotokoll. Wer verbindlich wissen will, was in seiner Situation gilt, klärt das mit dem Nachlassgericht oder einem Anwalt. Was an Papieren wann gebraucht wird, steht hier im Überblick. Erste Schritte wie eine Sichtung und ein Fotoprotokoll lassen sich oft schon vorher besprechen.

Was ist, wenn sich die Erben noch nicht einig sind?

Dann wird erst einmal nichts geräumt. Sinnvoll ist ein sauberes Fotoprotokoll und eine Wertliste, die alle Beteiligten bekommen. Auf dieser Grundlage lassen sich leichter reden, weil alle dasselbe sehen. Entschieden wird erst, wenn die Erbengemeinschaft entschieden hat.

Wie schnell kann es losgehen?

Eine erste Besichtigung in Essen lassen sich meist kurzfristig einrichten. Wie schnell danach geräumt wird, hängt vor allem davon ab, wann Sie selbst so weit sind. Es gibt keinen Grund zur Eile, aber auch keinen Grund zu warten, wenn Sie bereit sind.

Was passiert mit Möbeln, die noch gut sind?

Die landen nicht im Container. Gut erhaltene Möbel werden weitergegeben oder verwertet. Wenn Sie selbst ein Stück behalten wollen, sagen Sie Bescheid. Es wird beiseitegestellt, gesichert und Ihnen übergeben.

Wenn Sie so weit sind

Wer die Wohnung nach einem Todesfall ausräumt, entscheidet nicht nur über Möbel, sondern über Erinnerungen. Deshalb kommt bei einer Nachlassauflösung in Essen immer erst die Sichtung, dann die Räumung – mit Fotoprotokoll, Wertliste und gesicherten Dokumenten.

Sie müssen nicht dabei sein und Sie müssen Sie nicht um fünf verschiedene Firmen kümmern. Von der Wohnungsauflösung nach dem Todesfall bis zum Verkauf bleibt alles bei einem Ansprechpartner. Wenn Sie wissen wollen, wie ein erster Schritt in Ihrem Fall aussieht, rufen Sie an: 0201-45875433.

Noch Fragen offen? Auf der Seite Häufige Fragen stehen 25 Antworten rund um Erbschein, Wertsachen, Kosten und Verkauf.

Sprechen Sie einmal kurz mit jemandem, der das jede Woche macht

Zehn Minuten am Telefon reichen meistens, um zu klären, was in Ihrem Fall der nächste sinnvolle Schritt ist. Danach entscheiden Sie in Ruhe – ganz ohne Verpflichtung.

Christian Gottschling im Beratungsgespräch mit Erben in Essen

Christian Gottschling

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